»Don't call me Mutti« – der Podcast

Libelle Verlag | Natalie McKeever
Since 03/2025 34 Episoden

#33 Tod & Trauer: Wir müssen (darüber) reden

21.07.2026 56 min

Zusammenfassung & Show Notes

Über den Tod sprechen? Natalie würde lieber Wimbledon gucken, Pia „One Tree Hill“ – und überhaupt: Muss das wirklich sein, solange noch gar nichts passiert ist?

Ja, sagen Juliane und Victoria Frankenheim. Die beiden Schwestern sind Bestatterinnen in sechster Generation und wissen: Wer sich frühzeitig mit Abschied, Trauer und den eigenen Wünschen beschäftigt, nimmt dem Thema nicht seine Schwere – aber den Angehörigen später vielleicht ein großes Stück Unsicherheit.

Gemeinsam sprechen die vier darüber, warum Kinder oft viel unbefangener mit dem Tod umgehen als Erwachsene, was eine Bestattungsvorsorge eigentlich ist und warum der letzte Wille nicht nur die Person betrifft, die geht. Es geht um offene Särge, Lieblingslieder, buddhistische Zeremonien, Popcorn-Mais im Sarg und um die Frage, wie individuell ein Abschied sein darf.

Außerdem: Was kann man tun, wenn eine Freundin, Kollegin oder Nachbarin trauert? Warum ist „Meld dich, wenn du etwas brauchst“ zwar gut gemeint, aber selten wirklich hilfreich? Und wo wird künstliche Intelligenz in der Trauerbegleitung interessant – und wo schlichtweg gruselig?

Eine Folge, vor der Natalie ordentlich Respekt hatte. Die am Ende aber deutlich weniger düster geworden ist als gedacht. Denn über den Tod zu sprechen bedeutet eben auch, darüber zu sprechen, was im Leben wirklich wichtig ist.